FT8 bekommt 77 Bit und wird nicht gehört

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Seit Oktober 2018 ist WSJT-X in der Version 2 als beta verfügbar. Die endgültige Version soll im Laufe des Dezember veröffentlicht werden.

Ich möchte hier nicht im Detail darauf eingehen was Version 2 alles genau mit sich bringt. Informationen darüber finden sich auf der Seite von WSJT-X

Ich bin jedoch als CEPT lizenzierter Amateurfunker wegen meines jetzigen Aufenthalts in einem EU-Land davon betroffen. Und zwar aus folgendem Grund;

WSJT-X verwendet bis zur Version 1.8 75-bit zur Codierung der Nachricht. Damit können alle Rufzeichen wie AB0CDE übertragen werden. Es hat sogar noch etwas Platz um ein /P etc. anzuhängen oder CQ DX HB9FZG zu senden.

Ist man in fremden CEPT-Ländern aktiv, ist man dazu verpflichtet das Rufzeichen um den lokalen Präfix zu erweitern. In meinem Fall ist das EA8/HB9FZG. Leider können alle Versionen von WSJT-X bis Version 1.8 nicht damit umgehen. Ebenfalls betroffen sind Sonderrufzeichen. Es wird zum Beispiel beim Aussenden der Locator abgeschnitten. Beim empfangenden OM wird das Log nicht akkurat ausgefüllt, es entstehen Fehler etc. In der Version 1.9 ist das erweiterte FT8-Protokoll mit 77-bit implementiert. Jedoch muss man es unter Settings (F2) im Advanced Menu extra aktivieren.

Ich kann von den kanarischen Inseln mit dem alten Protokoll arbeiten. Aber mein CQ mit meinem ursprünglichen Rufzeichen suggeriert ein QTH aus der Schweiz, obwohl der Locator IL18 ausweist. Seit der aktuellsten beta Version (RC4) ist das alte Protokoll nicht mehr verfügbar. Ich konnte daher gerade mal zwei! Stationen auf 15m decodieren die ebenfalls auf V2 gewechselt haben. Mit dem alten Protokoll habe ich rund ein Dutzend Stationen empfangen können.

*JTDX unterstützt in der Version 18.1.100 anscheinend beide Protokolle.

Bitte überprüft Eure verwendete FT-8 Software auf 77-bit Tauglichkeit und aktualisiert zeitnah.

73 de HB9FZG, Uwe